Gastblog von Tanja Gruber

Das Leben fühlt sich leicht oder gut an, wenn es „wie geschmiert“ läuft. Wenn ich keine finanziellen Sorgen und einen krisensicheren Job habe, gesund bin und mich frei und ungezwungen bewegen kann. Wenn ich Zeit für mich und meine Hobbies habe und über einen stabilen Familien- und Freundeskreis verfüge, mit dem ich mich wohl fühle. Wenn also mein äußeres Umfeld gefestigt und gesichert scheint. Wenn ich scheinbar ausreichend Selbstverantwortung übernommen habe.

Die hierbei in uns wirkenden Ich-Anteile empfinden wir meist als selbstverständlich. Wir machen uns keine großen Gedanken darüber, was uns leitet und warum unser Leben so ist wie es ist. Denn es fühlt sich ja gut an und wir sind zufrieden. Sich selbst zu lieben, fällt leicht.

Begegnung mit unseren Schattenanteilen

schattenseiten-selbstverantwortung-lgvDoch was geschieht, wenn scheinbar Selbstverständliches wegbricht? Wenn sich plötzlich Anteile zeigen, die wir nicht leben wollen. Wenn uns bewusst wird, dass unser bisheriges Leben, zerbrechlich und fragil ist. Dass in unserem Leben Kräfte wirken, auf die wir nur bedingt Einfluss haben. Wenn wir beispielsweise lediglich unsere Sicht darauf ändern können. Wenn sich Strukturen im Außen ergeben, die uns Angst machen und mit neuen Gefühlen konfrontieren.

Wenn in mir Hilflosigkeit, Ohnmacht, Hoffnungslosigkeit, Gelähmtheit oder innere Gefangenschaft entstehen. Wenn ich mich plötzlich antriebs-, orientierungs- oder perspektivlos fühle. Oder wie abgeschnitten von anderen Menschen oder meiner Umwelt. Wenn in mir nur noch Chaos herrscht. Wenn ich plötzlich oder ständig mit meiner eigenen Vergänglichkeit konfrontiert werde und mir bewusst wird, dass ich nur eine begrenzte Zeit auf Erden in diesem Körper erleben werde.

Bin das dann auch ICH?

Kann ich diese Anteile, Zustände und Gefühle überhaupt klar erkennen und benennen? Sind das meine Anteile oder wohin gehören diese? Zu meiner Herkunftsfamilie? Zur gesellschaftlichen Situation? Zu mir aus meiner Herkunfts- und Entwicklungsgeschichte heraus? Bin ich mit meinen Ängsten noch liebenswert? Wie sieht es mit meiner Selbstliebe aus? Diese Anteile zu erkennen und zu lieben, fällt vielen Menschen vermutlich schwer.

Ich-Entwicklung durch Selbstverantwortung

Wie wäre es, wenn wir tief in uns erkennen und fühlen könnten, dass alles Teil unserer vielen ICHs ist? Wenn wir lernen würden, Mitgefühl für die Anteile in uns zu entwickeln, die wir bislang an uns oder an anderen ablehnten. Indem wir uns damit beschäftigen, weshalb diese Anteile entstanden sind und was sie gebraucht hätten, um sich in eine gesunde Richtung weiter zu entwickeln. Eine Hilfe bietet hier die identitätsorientierte Psychotraumatherapie (IoPT).

Die „Arbeit mit dem persönlichen Anliegen“ wurde von Prof. Dr. Franz Ruppert aus der Traumatherapie heraus entwickelt. IoPT macht unter anderem Zusammenhänge und Hintergründe zu physischen und psychischen Beschwerden sichtbar. Der Klient formuliert zunächst sein Anliegen in Form eines Satzes, mehrerer Wörter, Bilder oder einer Kombination davon. Schritt für Schritt geht er anschließend mit dem Prozessbegleiter oder einer Gruppe in Resonanz zu seinem Anliegen.

Denn wenn wir beginnen, SELBSTVERANTWORTUNG zu übernehmen und lernen, fehlende Bindungen zu heilen, können wir uns auf eine gesunde Art und Weise an uns selbst rückbinden – mit allem, was dazu gehört.

So lernst Du, Selbstverantwortung zu übernehmen – drei Übungen

Führe ein „Liebestagesbuch“,  in dem Du mindestens zwei bis drei Monate lang jeden Abend drei Eigenschaften, Fähigkeiten oder Dinge notierst, die Dir heute gut gelungen sind. Lies beim nächsten „Durchhänger“ darin und spüre, wie es Dich motiviert. Dein Selbstbild wird sich dadurch verbessern.

Schreibe täglich in einem Tagebuch auf, was Du an Dir nicht magst. Erspüre, welche Gefühle damit verbunden sind – in diesem Fall zählt auch „Gefühlslosigkeit“ als Gefühl. Notiere oder zeichne dieses Gefühl in einer anderen Farbe. Wann entstand dieses Gefühl zum ersten Mal? Wie alt warst warst Du damals? Was hätte dieser gebundene Kindanteil damals von seinen Bezugspersonen gebraucht? Lasse Mitgefühl für den Kindanteil zu und übertrage das Gefühl auf Dein heutiges Ich. Notiere auch dieses Gefühl in Dein Tagebuch.

Beginne ein SelbstverANTWORTungstagebuch. Was bedeutet Selbstverantwortung für Dich? Wie spürst Du, ob Du selbstverantwortlich denkst oder handelst? Wie fühlt es sich an? Notiere täglich, wo Du aus der Eigenverantwortung heraus gehst. In welchen Lebensbereichen kommt dies häufiger vor? Wie müsstest Du Dein Denken verändern, um dort selbstverantwortlich zu denken und zu fühlen?

Stärkung der weiblichen Kräfte

selbstfindung-ich-werden-lgvIndem wir Frauen uns beispielsweise wieder mehr unserer Weiblichkeit bewusst werden. Oder wenn wir Frauen uns auf unsere weiblichen Kräfte rückbesinnen. Was macht unser Frausein aus? Beispielsweise ein guter Zugang zur eigenen Intuition. Sich innerlich verbunden zu fühlen mit anderen Menschen, Tieren und der Natur. Auf etwas klar ausgerichtet zu sein. Sich selbst zu lieben in allem was ist und erst dadurch andere wahrhaftig lieben zu können. Klarheit über die eigenen inneren Werte zu haben und dafür eintreten zu können. Sich den Rhythmen des Lebens vom Werden und Vergehen in all seiner Vielschichtigkeit hingeben zu können. Solidarität mit anderen Frauen zu erleben. Sich seiner eigenen Gefühle gewahr und bewusst zu sein.

Weil wir uns in der Tiefe unseres SEINs begegnen. Frei von Wertungen und Urteilen über uns und unser Erleben. Dort, wo wir einfach sein können ohne etwas leisten oder tun zu müssen. In dem Wissen, dass alles, was wir zum Leben brauchen, in uns ist. Um vom Überleben in´s Leben zu gelangen.

Persönliche Weiterentwicklung

Wenn wir erkennen, dass unser Leben nicht mehr stimmig ist. Sei es, weil wir extrem von Außen beeinflusst werden. Oder weil etwas an die Oberfläche drängt, das gesehen und gefühlt werden möchte.

Wenn etwas in uns förmlich danach schreit, dass wir uns weiter entwickeln und ein Stück weit über uns selbst hinauswachsen. Dass wir beginnen oder damit fortfahren, uns und unser inneres Erleben zu hinterfragen und uns mehr und mehr selbst besser kennen, verstehen und damit lieben zu lernen. Und zudem führt wahrhaftige Selbstbegegnung zur Mehrung des eigenen Glückes.

In Krisenzeiten zeigt sich zudem oft die existentielle Kraft der Weiblichkeit. Denn sie ist imstande, Lösungen zu finden, die einer tiefen inneren Quelle entspringen.

Jeder Mensch ist individuell und Entwicklungen entstehen aus der eigenen Geschichte heraus. Ich helfe Ihnen gerne Ihre Individualität zu erkennen und sich hieraus weiter zu entwickeln.

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Über die Autorin:

tanja-gruber-autorin-selbstverantwortung-lgvTanja Gruber wurde 1968 in Oberbayern geboren. Sie ist seit 1994 selbständig tätig. Unter anderem absolvierte sie folgende Aus- und Fortbildungen: NLP-Master, Tanz- und Ausdruckstherapie, Watsu-Praktizierende, Sportmasseurin, Dipl. Persönlichkeitstrainerin, Fortbildung bei Prof. Franz Ruppert nach der IoPT-Methode (identitätsorientierte Psychotraumatherapie). Sie unterstützt Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung sowohl in Einzel- als auch in Gruppenarbeit

Tanja Gruber, https://grubertanja.jimdofree.com

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