Rote Wirecard vom
Universum

von Andrea Erhard

In der tiefsten Krise, die sie bis dahin erlebt hat, entdeckt Andrea Erhard die heilende Kraft des Schreibens. Offen erzählt sie in diesem Buch, wie kurz nach ihrem hoffnungs-vollen Neuanfang in Italien die Pandemie das Alltagsleben zum Stillstand bringt. Doch die wahre Prüfung steht noch aus: Durch eine Fehlinvestition in Aktien verliert die Autorin 75.000 Euro. Sie stellt sich ihrer eigenen Verantwortung für den Verlust, die weit über finanzielle Fragen hinausgeht, und findet überraschende Antworten. Ihr Sinn für Humor und ihre tiefe Verbundenheit mit der Natur begleiten sie auf ihrer persönlichen Heldenreise zu einem bewussten, spirituellen Leben.

»Es geht um Mut. Um die Konsequenz, einen Preis für Veränderung zu bezahlen. Um die Frage, wie viel Freiheit wir uns erlauben.« Mischa Miltenberger

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Schreiben heilt – das entdeckt Andrea Erhard während der tiefgreifenden Erschütterungen, die das Jahr 2020 für sie mit sich bringt. Sie ist gerade nach Italien ausgewandert und verarbeitet als Bloggerin ihre Ideen rund ums Kochen und um das einfache Leben auf dem Land. Während die Coronapandemie das Alltagsleben zum Stillstand bringt, versucht sie, sich neu zu orientieren und sich als Selbstständige eine neue Existenz aufzubauen. Doch Mitte Juni 2020 verliert sie durch eine Fehlinvestition 75.000 Euro und stürzt in die tiefste Krise, die sie bis dahin erlebt hat.

Der große finanzielle Verlust beschleunigt auf dramatische Weise eine Entwicklung, die sich bereits vorher abgezeichnet hatte. Es geht um die wesentlichen Themen, die der Autorin immer wieder begegnen, um Sinnsuche und um ihren Seelenplan.

Im ersten Kapitel skizziert sie diese Themen anhand von zwanzig Fragen und stellt sich schonungslos, aber auch selbstironisch ihren bisherigen gescheiterten Versuchen, zu sich selbst zu finden. Das zweite Kapitel ist den Antworten gewidmet. »Alles ist mit allem verbunden« wird zur durchdringenden Erkenntnis, die Veränderung erst möglich macht. Welche Konzepte der Autorin auf ihrem Weg geholfen haben, beschreibt sie im dritten Kapitel, wo es etwa um die Heldenreise und um die verschiedenen Bewusstseinsebenen geht.

Auf eindringliche Weise erzählt Andrea Erhard von ihren inneren Dämonen wie Gier, Existenz- und Verlustangst. Aber auch von dem Mut, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und auf die eigene weibliche Energie, Intuition und Schöpferkraft zu vertrauen. Am Ende steht ein spirituelles, selbstbestimmtes Leben, in dem Schreiben als Mittel zur Reflexion und zu persönlichem Wachstum einen festen Platz einnimmt.

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Zwanzig Fragezeichen oder was hat das mit irgendwas zu tun? Suche nach dem Dolce Vita? Meine Suche nach dem Sinn des Lebens hat schon viel früher angefangen. Ich beginne dieses Buch dennoch mit der Auswanderung nach Italien. Im Oktober 2019 packten mein Freund und ich unser altes Leben in München in Kisten, verstauten diese im Keller unserer Eltern und starteten mit einem Auto voller Kleider, Schuhe, Bücher, Laptops, unserem Hund und vielen Fragezeichen in meinem Kopf in Richtung Rom, wo uns eine möblierte Wohnung und sehr nette, hilfsbereite Vermieter erwarteten, nicht mehr und nicht weniger. Für mich bedeutete dieser Schritt, meinen Teilzeitjob in einer Anwaltskanzlei zu kündigen und Abschied von Hunden zu nehmen, die ich regelmäßig ausgeführt hatte. Abschiede von Menschen gab es auch. Es fiel mir gar nicht schwer, mein bisheriges Leben hinter mir zu lassen. Eine ungleich größere Herausforderung war es, mich auf etwas völlig Unbekanntes einzulassen. Dabei bin ich schon mehrmals in meinem Leben für längere Zeit ins Ausland gegangen und immer allein, das erste Mal mit neunzehn nach dem Abitur. Der große Unterschied  – es war zeitlich begrenzt, und ich wusste genau, was ich dort machen würde, denn ich habe immer im Ausland gearbeitet, somit waren diese Auslandsaufenthalte auch finanziell abgedeckt. Dieses Mal sollte es unbefristet sein, und ich hatte keinerlei Aussicht auf eine Einnahmequelle, nicht einmal einen Plan…

Entschamifizierung. Dieses Wort habe ich zum ersten Mal von der Bloggerin Conni Biesalski gehört. In einem Podcast-Interview sprach sie darüber, wie viel Heilung möglich ist, wenn wir mit anderen über Dinge sprechen, die wir aus Scham definitiv niemandem jemals mitteilen wollten. Und ganz sicher nicht einer breiteren Öffentlichkeit. Dieses Buch ist ein Akt der Entschamifizierung. Ein wundervolles Beispiel dafür, was passieren kann, wenn wir uns von unserer verletzlichsten Seite zeigen. Wenn wir uns dem Schmerz schockierender Erfahrungen stellen, anstatt ihn zu verdrängen und zu betäuben. Dann sind wir eine echte Hilfe für andere Menschen. Sie erkennen sich in unserer Geschichte wieder. In einer Welt, in der die meisten Menschen immer noch möglichst makelfrei wirken wollen, entfalten radikale Offenheit und Authentizität ein vorher kaum vorstellbares Heilungspotenzial – für Autorin und Leser gleichzeitig.

Deshalb haben sich unsere Vorfahren jahrtausendelang ihre Geschichten am Lagerfeuer erzählt. Geschichten von Triumphen und überschäumender Freude. Geschichten von Niederlagen und großem Schmerz. So konnten sie das Leben und ihre eigenen Erfahrungen einordnen, verstehen und sich entwickeln. Denn du kannst noch so viele schlaue Sprüche von weisen oder erleuchteten Menschen lesen: Wenn du dich in ihrer persönlichen Geschichte nicht spüren kannst, wird dein Verstand zwar etwas lernen, doch dein Herz bleibt unerfüllt. Wir docken energetisch erst dann an, wenn wir spüren: Halleluja, ein Mensch wie du und ich! Niemand, der sich über mich erheben will, sondern der mit mir über seine Ängste, Unzulänglich- 9 keiten und seinen Umgang damit spricht. Wenn das, wie in diesem Buch, noch mit einer schönen Prise Humor gewürzt ist, umso besser.

In den folgenden Kapiteln geht es um Geld. Und genau genommen doch nicht. Sondern um die Fähigkeit, einen Tiefschlag im Leben zum eigenen Wachstum zu nutzen. Es geht um Mut. Um die Konsequenz, einen Preis für Veränderung zu bezahlen. Um die Frage, wie viel Freiheit wir uns außerhalb der genormten Masse erlauben. Und um Italien, Olivenbäume und Permakultur-Gärtnern – also all die Dinge, die ein Leben so richtig lebenswert machen. Ob dieses Vorwort auf eine Kuhhaut geht? Keine Ahnung. Für eine Vorwort-Premiere eignet es sich bestimmt hervorragend.

Mischa Miltenberger

Bilder aus dem Inneren

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Über Andrea Erhard

Andrea Erhard, geboren 1982, wuchs in Tiefenbach, einem kleinen schwäbischen, katholischen Dorf in Bayern mit drei Geschwistern auf. Sie lebt heute mit ihrem Freund und Hund in Mittelitalien.

Nach dem Studium und Auslandsaufenthalten in Spanien und Lateinamerika startete sie als Diplom-Kulturwirtin (Univ.) ihre Karriere in der Fernsehbranche in München. Zusätzlich widmete sie sich zunehmend ihrer Leidenschaft für Tiere und Menschen und bildete sich in Tierkommunikation und Hypnosetherapie fort.

Andrea betreibt zwei Blogs. Unter dem Titel self-made minimalist schreibt sie über Gemüseanbau, Permakultur, Selbstversorgung und Autarkie sowie über Philosophie, Psychologie, Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung. Auf communicane findet der Lesende wissenswertes rund um Tierkommunikation.

Stimmen zum Buch

Lesens-, behaltens- und verschenkenswert

Am Anfang bin ich von Kapitel zu Kapitel geflogen. Zum Schluss hin wurde ich allerdings immer langsamer, weil ich nicht wollte, dass das Buch endet. Die persönliche Geschichte der Autorin, ihre Erkenntnisse und ihr spirituelles Wachstum (mit den Höhen und Tiefen) haben mich berührt, gefesselt, nachdenklich gemacht und zum Lächeln gebracht.

Mir gefällt ihre unverkrampfte Art zu schreiben, und jeder Satz brachte mich der Autorin näher. Mir gefällt außerdem, dass die Kapitel kurz gehalten sind und mit inspirierenden Zitaten abschließen. Dabei beschreibt oder beleuchtet die Autorin das Gesetz der Anziehung, macht es greifbar und wirklich verständlich.

In einigen Passagen habe ich bei mir – nach dem „Wink-mit-dem-Zaunpfahl-Prinzip“ – fast identische Denk- und Verhaltensmuster erkannt. Ich werde es auf jeden Fall nochmals lesen, um mich daran zu erinnern, dass in mir ebenso Schöpferkraft vorhanden ist und Stolpersteine beim Wachsen nun einmal dazu gehören. Aber auch oder vor allem? Weil das Buch von Anfang bis Ende Spaß macht zu lesen.

Marina H.

Texterin

Die Entwicklungsgeschichte einer Frau

In ihrem Buch erzählt Andrea ihre Geschichte von der unsichtbaren Frau aus der Großstadt, die die ganze Last des Alltags hinter sich lässt und sich auf eine spirituelle Reise begibt, welche ihr mehr Türen öffnet, als sie jemals für möglich gehalten hätte. Andrea ist selbst das beste Beispiel für eine starke Frau, die es geschafft hat sich von allen gesellschaftlichen Erwartungen zu lösen, um persönliche Erfüllung zu erlangen.

Nils S.

Andrea hat mit ihrem Buch mein Urvertrauen in mich und die Welt maßgebend gestärkt. 

Dadurch konnte ich nicht nur meine innere Stimme besser hören, sondern hatte auch den Mut ihr zu folgen.

Andrea überrascht mit ihrer Vielseitigkeit und der Tiefe, mit der sie ihre Schicksalsschläge reflektiert.

Ich bin ihr sehr dankbar dafür, dass sie ihre Lebenserfahrungen und Lektionen in gut strukturierten Kapiteln mit inspirierenden Zitaten teilt. 

Es ist eine Pflichtlektüre für jeden, der auf der spannendsten Suche überhaupt ist – der Suche nach sich selbst. 

Katharina B.

Autorin und Coachin für Kreativität